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Sehenswürdigkeiten

So vielseitig und abwechslungsreich wie die Landschaft präsentiert sich auch das kulturelle Leben zwischen Berg und Tal.
Die Landeshauptstadt Bozen, in 20 Autominuten erreichbar, mit seinen vielen Einkaufsmöglichkeiten in den historischen Lauben, den Obstmarkt und eine Vielzahl an Cafés und kleinen Vinotheken, ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Wallfahrtsort Maria Weissenstein

Der Ursprung des Wallfahrtsortes Maria Weißenstein liegt im Jahre 1553, als die Jungfrau Maria dem Leonard Weißensteiner erschien, um ihn von seiner Krankheit zu heilen. Als Dank dafür bat sie ihn, eine Kapelle zu erbauen, worin die Gläubigen sie um Hilfe anflehen konnten.

Da die Ursprungskapelle sofort zum Ziel zahlreicher Wallfahrer wurde, war es notwendig, eine richtige Kirche zu errichten. Die heutige Basilika im Barockstil wurde im Jahr 1654 vollendet.

Neben der Kirche befindet sich die Kapelle des hl. Peregrin Laziosi, des Schutzpatrons der Krebskranken, und die Beichtzimmer, wo die Servitenpatres, die Hüter des Wallfahrtsortes, täglich Beichten in deutscher und italienischer Sprache abnehmen.

Papst Johannes Paul I verbrachte hier als Kardinal seine Sommerferien, und Papst Johannes Paul II besuchte den Wallfahrtsort am 17. Juli 1988.

Burg Karneid

Über der Eggental-Schlucht steht imposant die Burg Karneid, das Wahrzeichen der Gemeinde. Sie zählt zu einer der schönsten ihrer Art. Und das nicht nur aufgrund der langen Geschichte.

Die Ursprünge der Burg Karneid gehen bis auf das Jahr 1200 zurück, die Grundsteine dafür wurden vom Adelsgeschlecht der Greifensteiner gelegt. Im 14. Jahrhundert gelangte die Burg in den Besitz der Herren von Völs, dann an den späteren Landvogt Heinrich Gessler und schließlich an die Grafen Lichtenstein.

Karneid wurde im Laufe der Jahrhunderte ständig verändert, es folgten An- und Zubauten, wie der westliche Torturm und der östliche Turm mit dem Zwinger. Abgesehen von wenigen Kleinigkeiten ist die ursprüngliche Form aus dem 16. Jahrhundert bis heute unverändert geblieben, und dies ist gerade eine der Besonderheiten. Das Innere der Burg bietet eine Fülle schöner bau- und kunstgeschichtlich hoch interessanter Einzelheiten. Die der hl. Anna geweihte Burgkapelle weist besonders wertvolle romanische Fresken auf.

Die Bozner Lauben

Die erste Siedlung im damals eher sumpfigen Talkessel befand sich in der Umgebung des heutigen Bozner Domes. Heute ist das historische Zentrum, die “Altstadt”.

Im 12. Jahrhundert wurden die Lauben von den Trienter Bischöfen errichtet, um den Handel im damals noch kleinen Bozen anzukurbeln.

Die Lauben durchziehen die Bozner Altstadt von Osten nach Westen und sind heute die Hauptattraktion der Landeshauptstadt. Sie sind architektonisch einzigartig und bilden so die wohl außergewöhnlichste und gleichzeitig traditionellste Einkaufsmeile Südtirols. Am westlichen Ende der Laubengasse schließt sich der Obstmarkt an, ein weiteres Highlight des Zentrums. Hier können Sie das ganze Jahr über frisches Obst, Gemüse und Blumen kaufen.

Ein beliebter Treffpunkt zum Bummeln oder Shoppen

Die romantisch verwinkelten Gassen sorgen beim Betrachter für eine besondere Atmosphäre. Die zahlreichen Bars, Restaurants und Cafés laden zum gemütlichen Plaudern ein. Zahlreiche Monumente, wie z.B. das Siegesdenkmal erinnern uns an die bewegte Geschichte des Landes. Auch weitere Sehenswürdigkeiten wie der Dom, der Waltherplatz oder auch “Ötzi, den Mann aus dem Eis”, kann man im Zentrum betrachten.

Die Bozner Lauben sind, heute wie einst, das eigentliche Zentrum des Handels der Stadt. Es handelt sich um eine sehr schön gestaltete Einkaufsgasse, die für Fußgänger vorbehalten ist und in der Landeshauptstadt vor langer Zeit mit alten Rundbögen ausgestattet wurde. Hier trifft man sich zum Einkaufen, aber auch einfach nur, um Menschen und Schaufenster zu betrachten.

Wer durch die Bozner Lauben schlendert, kommt aus dem Schauen und Staunen nicht mehr heraus: Edle Boutiquen und hübsche Läden, Cafés, Feinkostgeschäfte und nette Bars – hier spielt sich das tägliche Leben ab.

Das war schon im 12. Jahrhundert so, als die Lauben von den Trienter Bischöfen errichtet wurden, um den Handel im damals noch kleinen Bozen anzukurbeln. Während der Messezeiten wurden die Lauben früher an Händler aus Nord und Süd vermietet. Heute sind sie ganz in der Hand Bozner Kaufleute und größerer Handelsunternehmen, doch sie erfüllen immer noch denselben Zweck wie damals: Unter den Laubengängen wird alles ausgestellt, was die Kaufleute zu bieten haben und was in den Gewölben dahinter gelagert wird.

Was nur wenige wissen: Die Laubenhäuser besitzen einen offenen Innenhof, der als Lichthof dient und teilweise sind die Gebäude bis zu vier Stockwerke tief unterkellert. Die Keller waren und werden ebenfalls als Lagerräume verwendet. Und unterirdisch unter der Laubengasse fließt heute noch der Bach Ritsch, der früher die Häuser mit Wasser versorgt hat.

Kloster Neustift

Es handelt sich hier um eines der bedeutendsten Tiroler Klöster, dessen Anlage großteils zur Besichtigung offen steht: die barocke Stiftskirche mit den berühmten Deckenfresken von Matthäus Günther, anschließend der mittelalterliche Kreuzgang mit Fresken des 14. und 15. Jahrhunderts, die Bibliothek mit wertvoller Handschriftensammlung und die Pinakothek mit beachtenswerter Sammlung gotischer Tafelmalerei (Friedrich Pacher, Marx Reichlich, Andreas Haller).

Besichtigt werden kann zudem der historische Stiftsgarten (Führungen von 2. Mai bis 12. Oktober). Neben dem einzigartigen Barockgarten mit Piszin und Vogelhaus bietet der Kräutergarten etwa 75 Sorten heimischer und exotischer Kräuter.

Klosterkellerei Muri Gries

Auf 2,7 ha rund um das barocke Kloster, von alten Steinmauern eingegrenzt, wächst der beste Lagrein der Abtei. Der Klosteranger ist eine der besten und größten Lagrein-Anbauflächen in Zentrum von Bozen und, zusammen mit der Klosteranlage, denkmalgeschützt und landwirtschaftliche Bannzone.

Alte, einheimische Rebsorten wiederbeleben

Die Kultur des Weines ist eine alte Tradition in den Klöstern. Mit der Ankunft der Benediktinerpatres aus Muri (Schweiz, Kanton Aargau) im Jahre 1845 begann ein neuer Abschnitt in der Weinbaugeschichte des Klosters zu Gries. Während zunächst nur für den Eigenbedarf produziert wurde, öffnete sich der Keller mit dem beginnenden 20. Jahrhundert. Immer mehr setzte sich aber ein konsequentes Qualitätsdenken durch und verstärkt wurde auf die alten und oft vernachlässigten, einheimischen Rebsorten (Lagrein) gesetzt. Das Bewusstsein zur eigenen Tradition wurde wieder neu belebt. Auf die Qualität der eigenen Rebsorten zu setzen, mit den eigenen Ressourcen zu arbeiten und darauf aufzubauen, das wurde zum Erfolgsgeheimnis der Klosterkellerei Muri-Gries.

Muri-Gries ist heute ein klassischer Rotwein-Betrieb mit 85 Prozent Rotweinen und 15 Prozent Weißweinen. Bei den Roten dominiert mit 80 Prozent ganz eindeutig die autoktone Rebsorte Lagrein (Lagrein, Lagrein Riserva und Lagrein Kretzer). Den Rest teilen sich Vernatsch mit St. Magdalener und Kalterersee Auslese, Blauburgunder und Rosenmuskateller unter sich auf. Bei den Weißweinen stehen Weißburgunder, Ruländer, Müller Thurgau, Chardonnay und Gewürztraminer im Mittelpunkt.

Schloss Tirol

Schloss Tirol ist die Stammburg der Grafen von Tirol. Um 1270 setzt sich Meinhard II. gegen die Bischöfe im Land durch und eint das Gebiet unter seinem Namen. Der Graf ist geschickt, lässt sich seine Gunst bezahlen und Waren nur gegen Zoll und Maut passieren. Das lohnt sich: Am Land Tirol kommt niemand vorbei, der zwischen Italien und deutschen Landen verkehrt. Fast ein Jahrtausend repräsentieren die Landesfürsten auf Schoss Tirol das gleichnamige Land, bis im 15. Jahrhundert die politische Verwaltung schließlich in das verkehrstechnisch günstigere Innsbruck verlegt wird.

Heute führt ein interaktiver Parcours durch die Burg und illustriert Meilensteine der Landes- und Kunstgeschichte. Im Bergfried wird bewegend Südtirols Geschichte des 20. Jahrhunderts aufgearbeitet. Das archäologische Museum im Schloss gibt somit einen guten Überblick über die ersten Besiedlungen der Alpenregion ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. Aus der Bronzezeit ist eine noch völlig intakte Schmelzofenanlage zu bewundern. Die Ringmauer, errichtet um 1100, gehört zu den ältesten, heute noch erhaltenen Burgmauern überhaupt; sie ist zum Teil bis zu den Zinnenansätzen erhalten geblieben.

Im alten Glanz leuchten auch die beiden Marmorportale aus dem 12. Jahrhundert. Reich an symbolischen Skulpturen zählen sie zu den originellsten Schöpfungen romanischer Kunst in Tirol. Die Kapelle mit Fresken aus dem 13. Jahrhundert birgt die älteste Tiroler Glasmalerei und eine mächtige holzgeschnitzte Kreuzigungsgruppe aus dem 14. Jahrhundert.

Südtirols Archäologiemuseum

Entdecken und verstehen, Archäologie erleben: Auf insgesamt vier Etagen lädt das Südtiroler Archäologiemuseum zu eine spannenden Reise durch die Vergangenheit ein.

Erfahren Sie alles Wissenswerte zum Mann aus dem Eis und die einzigartigen Beifunde!

Ötzi – der Mann aus dem Eis

1991 wird „Ötzi“ zufällig in den eisigen Höhen der Schnalstaler Gletscher entdeckt und sein Fund entpuppt sich als Sensation: Der mehr als  5.300 Jahre alte Mann aus dem Eis ist ein einmalig gut erhaltener Zeuge unserer Vergangenheit, eine Mumie aus der Kupferzeit samt ihrer an diesem Tag getragenen Kleidung und Ausrüstung.

Seine Fell- und Lederbekleidung, seine Waffen und Gerätschaften, die vom Gletscher über Jahrtausende perfekt konserviert wurden, erzählen von seinem Leben, seinem Kampf und seinen Schmerzen und öffnen eröffnen den gelebten Alltag in der Kupferzeit.